smal, Freitag, 5. Juli 2002, 16:45 Uhr Wagen Nr. 67
Die 1. Quotenheten Köln (Erster Quoten-Heten-Wagen, Dieser Wagen ist aus dem Gefühl entstanden, zum Einen nicht mehr unbeteiligt am Rand zu stehen, zum Anderen den zuschauenden Heten, Mut zuzusprechen. Ihr seid nicht allein.)
und wagen 91 natürlich, mit dr. ruth herz.
mv, Samstag, 22. Juni 2002, 01:24 Uhr CSD
Mal angenommen, dies wäre nicht allein das Sex-, sondern auch das Gender-Blog, dann würde ich mein Befremden über diesen Artikel anlässlich des Berliner CSD in der taz kundtun wollen.
Der Autor, Jan Feddersen, wirft den Schwulen und Lesben auf dem CSD vor, sie repräsentierten nichts mehr als nur noch die Selbstbezüglichkeit einer arrivierten Mittelschicht (als gäbe es in Neukölln und Wedding nur Heteros), die, eingeigelt in das Westberliner Wohlstandsghetto, sich um das Schicksal der Homos in Zittau und der Lüneburger Heide nicht bekümmerten und es ausserdem sträflich verabsäumten, den Angehörigen anderer Minderheiten (alles dasselbe) ihre Solidarität zu bekunden, z.B., wie Feddersen ernsthaft vorschlägt, durch Vorbeimarsch an der Synagoge.
Wie kommt das, dass unsere pluralistische Medienlandschaft von mittags bis abends damit beschäftigt ist, auf alle möglichen, angeblich bis zur Verfettung trägen und selbstgerechten Besitzstandswahrer-Minderheiten einzuprügeln - jetzt eben, weil der Anlass günstig ist, auf Schwule und Lesben? Oder ist das eine andere Schiene? Interessant und sehr gut zum linksliberalen taz-Revisionismus passend die Anregung, dass die Homos uns gefälligst mit unserer Geschichte versöhnen sollen. Zumutung, sowas. Gehört vielleicht doch nicht hierher, sondern ins demnächst zu gründende taz-Hassblog.